Archiv der Kategorie 'presse'

Wehret den Anfängern!

Axel und die Linken:

Man sollte an dem Namen der Ernst-Moritz- Arndt-Universität unbedigt festhalten. Es stellt sich für mich die Frage nach dem Sinn dieser Namensänderungsdebatte. Soll etwa als nächstes die Ernst- Moritz-Arndt-Schule umbenannt werden? Danach verliert dann wahrscheinlich die Arndtstraße ihren altehrwürdigen Namen, ganz nach dem Motto der Linken „Unser Ernst heißt Thälmann“. Anschließend wird das Rubenowdenkmal vor der Aula „geschliffen“ und dessen Ernst-Moritz-Arndt Figur entfernt. Am Ende „stampfen“wir dann noch unser akt. ev. Gesangbuch ein, da einige Kirchenlieder wie zum Beispiel Lied Nr. 213 „Komm her, ihr seid geladen“ oder Lied Nr. 357 „Ich weiß, woran ich glaube“ von Ernst-Moritz-Arndt stammen. Wehret den Anfängen!
schreibt Axel Hochschild aus Greifswald – oz vom 14.01.2010 18:04

Dazu eine Antwort, ebenalls aus der OZ

Die Initiative der CDU-Fraktion für einen interfraktionellen Bürgerschaftsbeschluss im Sinne des Namenserhalts der Greifswalder Universität ist m. E. in mehrfacher Hinsicht problematisch.

Wenn ich die Begleitmusik aus der Fraktion (Leserbrief und Pressemitteilung) richtig deute, handelt es sich um eine populistische Attacke; wenig überlegt, aus einem Bauchgefühl heraus und genährt vom üblichen Ressentiment gegenüber dem Treiben von Studenten, das man glaubt, mit vielen Bürgern teilen zu müssen.

Der Namensstreit hat indessen ein hohes intellektuelles Niveau erreicht, hinter dem zurückzubleiben sich verantwortungsbewusste Kommunalpolitiker nicht leisten sollten. Bei der Aufmerksamkeit, die die Arndt-Debatte zunehmend auch überregional und international erfährt, könnte eine dilettantische Stellungnahme der Greifswalder Bürgerschaft weniger der Universität als viel mehr dem Ansehen der Stadt selbst schaden.

Deshalb sollte sich, wer in politische Verantwortung gewählt wurde und hier mitreden will, mit den wesentlichen Argumenten der Debatte durch eigenes Lesen und Hören vertraut machen. Wer die „Zumutung“ auf sich nähme, z. B. die Ausführungen Dr. Echternkamps (Berlin/Potsdam) nachzuvollziehen oder vielleicht das Statement von Professor Dr. Baumgartner (Greifswald, Rubenow-Medaille 2004) zur Kenntis zu nehmen, wird kaum mehr vorgefasste Meinung – und sei es die eigene gewesen – absegnen können. Eigentlich ist doch heute schon selbst die Benennung einer Kaserne nach E. M. Arndt politisch unakzeptabel…

schreibt Jost Aé aus Greifswald – oz vom 14.01.2010 16:46

Auch Maria-Theresia Schafmeister, die Vorsitzende des Akademischen Senats, teilt aus:

oz vom 14.01.2010 13:29

Als Vorsitzende des Akademischen Senats unserer Universität möchte ich die Damen und Herrn Kommunalpolitiker doch bitten, ihre Politik zum Wohle unserer Stadt zu betreiben.

Ein persönliches Interesse eines jeden Greifswalders oder Alumni an der Debatte um unseren Namen begrüße ich ausdrücklich. Dennoch ist der Akademische Senat unserer Universität unabhängig! Er setzt sich zusammen aus Studenten, Mitarbeitern und Professoren, Greifswaldern, Zugezogenen und Ausländern, Männern und Frauen, Theologen und Geologen.

Der Senat handelt verantwortungsbewusst und wird seine eigene Entscheidung in EIGENER Sache fällen.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: